Inhalt
Auf ihrer Suche nach den Xindis dringt die Enterprise tiefer in den Delphic Expanse ein. Während man sich all der Anomalien annimmt, sie untersucht und katalogisiert, wird ein Notsignal aufgefangen, welches von einem vulkanischen Schiff, der Selaya, stammt. Es ist jenes Schiff, auf welchem T'Pol diente, bevor sie ihre Arbeit mit den Erdstreitkräften aufnahm. Mit einem Shuttlepod fliegen Archer, Reed, Hawkins und T'Pol in ein Asteroidenfeld, wo man das schwer beschädigte Schiff findet. Auf der Selaya findet man Unheimliches vor: in ihrem körperlichen Aussehen stark veränderte Vulkanier, welche paranoides Verhalten an den Tag legen und unseren Freunden den Weg zurück zum Shuttle versperren.
Das Team kämpft sich zur Krankenstation durch. Reed, behandelt eine Wunde, welche ihm von Hawkins zugefügt wurde und anschließend versteckt man sich in einem Durchgang, wo man versucht von T`Pol möglich Optionen zur Flucht und Kontaktaufnahme mit der Enterprise zu erhalten. Doch bei T'Pol zeigen sich schon dieselben Symptome, welche man bei den anderen Vulkanier feststellen kann: paranoides Verhalten, welches in gewaltigen Aktionen resultiert.
Zwischenzeitlich versuchen Tucker und Mayweather einige Gesteinsproben mit dem Transporter zur Enterprise zu bringen. Es stellt sich heraus, dass die Asteroidenbrocken Trellium-D enthalten, doch durch einige Transporterfehler ist man gezwungen, ein Shuttle zum Asteroidenfeld zu bringen und das Trellium direkt vom Asteroiden zu fördern. Man hat Erfolg, doch eine Anomalie und die daraus resultierende Kollision mit einem Asteroiden, fügt dem Shuttle schweren Schaden bei. Als es Archer gelingt, die Enterprise zu kontaktieren, erfährt er, dass man mindestens zwei Stunden benötigt um das beschädigte Shuttle zu reparieren. Zusätzlich sendet er Scans von T'Pol und den Vulkaniern zu Dr. Phlox. Dieser findet heraus, dass die Vulkanier unter neurologischen Schäden leiden, welche durch das Trellium-D verursacht worden sind. Da es nun wichtig ist, T'Pol sofort einer Behandlung zu unterziehen, befiehlt Archer das Energiesystem der Selaya zu überlasten, um dadurch die Schutzwälle zu sprengen. T'Pol gibt jedoch zu bedenken, dass dies den Reaktor zerstören könne. Sie beschuldigt Archer, alle Vulkanier töten zu wollen, da sie sich weigert zu glauben, dass sie bereits am sterben sind. Sie zieht eine Waffe und bedroht Archer, es gelingt ihm jedoch, sie auszuschalten.
Die darauf folgende Flucht erweist sich als riskant, es gelingt jedoch zurück zum Shuttle zu gelangen, nur um daraufhin festzustellen, dass eine weitere Flucht unmöglich ist: Die Andockklemmen sind blockiert.
Hilfe naht durch Tucker, der das zweite Shuttle reparieren konnte und unsere Freunde aus der misslichen Lage befreit. Beide Shuttles entkommen rechtzeitig, bevor die Selaya explodiert.
Nachdem sich T’Pol einigermaßen erholt hat, erzählt Archer ihr von dem Trellium-D und das dies die Ursache für ihr Verhalten und das der anderen Vulkanier war. T’Pol gibt zu bedenken, dass er um jeden Preis die Enterprise schützen muss und somit sie auf dem nächsten bewohnten Planeten aussetzen möge, dies wird jedoch vom Captain der Enterprise abgelehnt.
Sie findet sich später als Gefangene auf der Selaya wieder, zusammen mit ihren paranoiden Artgenossen, dies stellt sich jedoch nur als Albtraum heraus, aus welchen Dr. Phlox sie befreit.
Kritik
Obwohl Stories mit Gespensterschiffen nichts Neues bei Star Trek sind (siehe die Episode „Oasis") weicht „Impulse" vom herkömmlichen Schema ab. Die düstere Atmosphäre, der noch gänzlich unbekannte Delphic Expanse, das Schiff selbst liefern einen nahezu surrealen Einblick in die Bandbreite, welche ENTERPRISE unterworfen ist. Und ja, sie verschafft sich Eindruck, was nicht unbedingt an der Thematik, sonder an der wie immer exzellenten schauspielerischen Leistung, sowie der Inszenierung liegt. Während „Oasis" noch mit herkömmlichen Erklärungen (Hologrammen) aufwartete, erfahren wir hier einen der wesentlichen Gründe, weshalb das vulkanische Schiff „außer Kontrolle" geraten ist. Zumindestens fügt sich das Bild sehr schön mit „The Expanse" zusammen, wie sonst auch die übliche Kontinuität. Obwohl wie üblich in Star Trek wiederum nur ein Mineral oder eine sonstige Substanz, in diesem Fall ist es Trellium-D, als Begründung herhalten muss, ich hätte lieber etwas anderes gesehen, zum Beispiel eine Geheimwaffe der Xindis, welche speziell für Vulkanier konstruiert wurde, waren sie ja die ersten die den Delphic Expanse betreten haben oder eine sonstige Erklärung, welche man auch nicht unbedingt sofort abgeben müssen, nein, die Folge besticht durch Einblicke in die vulkanische Emotionswelt, wirken die vulkanischen Zombies doch unrealistisch, da wir mit Vulkanier ja immer eine Rasse assoziieren, welche den perfekten Weg der Kontrolle über die Gefühle entwickelten. Plötzlich verlieren sie die Kontrolle über diese. Nein, hier sind sie total unwirklich dargestellt, was auch an der Leistung von Jolene Blalock liegt. Ist das einer der Wege, welche uns eine neue T'Pol zeigen möchte? Wie wird sie in Zukunft mit dieser neuen Erfahrung umgehen? Und schließlich, Vulkanier, die außer Kontrolle geraten sind, wirken seit dieser Folge für mich noch unheimlicher als die Jem Ha'dar oder sonstige bekannte Feinde. Warum? Gerade wegen ihres atypischen Verhaltens. Das zerstörte Schiff, die Umgebung, ja selbst die Musik, welche mir sonst kaum auffällt, ließen ein ungewohntes, aber passendes Gesamtbild erkennen. Also doch etwas in manchen Teilen neuartiges, welches aus altbekanntem entstand.
Doch was besonders hervorstach, ist die „Gewalt", welche ungewöhnlich für Star Trek ist, und mir in dieser Folge besonders gemischt Gefühle bescherte. Ich hoffe nur, wir sehen nicht ständig Szenen wie diese, in welcher Vulkanier sich gegenseitig an die Kehle gehen. Alles in allem ist die Mischung aus Horror und SF gut gelungen und fügt sich in die bisherigen Folgen nahezu lückenlos ein. Nimmt man den Titel wörtlich „Impulse", so finden wir nicht gerade neue Impulse, doch mit „Anomaly" „Rajin" und „Extinction" finden sich Ansätze, welche meiner Meinung nach noch einige Folgen hinziehen werden, sodass wir in der Mitte der Staffel eventuell schon einen Höhepunkt erleben dürfen.
Würde man mich fragen, was fehlt, so ist das nach wie vor der Mut, altbekannte Wege zu verlassen und Neues zu integrieren. Doch so ist es nun mal mit einem Handlungsbogen, dieser wird erst nach längerer Zeit erkannt und somit gibt es auch, auf erster Sicht hin, Episoden, welche „nichts sagend" sein mögen. Nun ist „Impulse" alles weitere als nichts sagend, sondern fügt ein weiteres Puzzleteil zum Rätsel der Xindis hinzu. Die Effekte sind sehr gut gelungen und auch die Regiearbeit ist wie so oft aller erster Güte. Man spürt in gewisser Hinsicht, die Serie ist dabei neue Wege zu gehen, wenn auch nur zaghaft. Vielleicht bin ich aber auch nur zu ungeduldig.
Fazit: Eine gute Folge mit einer ausgewogenen Mischung von Horror und SF, guter Umsetzung und wiederum guten Effekten. Schwächen sind nur in der Thematik und der Erklärungsweise festzustellen, weshalb ich keine 8/10 geben möchte.
Spaß: Action: Erotik: Spannung: Anspruch: Gesamt: 7,5/10 Punten |
Inhalt und Kritik von Oliver-Daniel Kronberger.
Quelle: treknews.de
Empfohlene Kommentare
Keine Kommentare vorhanden